Werkzeugmaschinen überholen
Aufarbeiten und neu justieren, bis die Maschine wieder in ihrer Geometrie läuft.
Überholt werden Flachschleifmaschinen und Rundschleifmaschinen, Fräsmaschinen und Drehmaschinen. Die Arbeit beginnt am Bett und endet an der Messung des Ganzen.

Was passiert beim Überholen einer Werkzeugmaschine?
Jede Führung der Maschine wird aufgenommen, nachgeschabt und wieder zu den anderen gestellt, bis Bett, Schlitten und Tisch zusammen in der Geometrie laufen.
Reihenfolge
Das Bett kommt zuerst und danach alles, was darauf läuft. Jede Bahn wird tuschiert und mit Wasserwaage und Messuhr aufgenommen, bevor sie geschabt wird.
Gleitbeläge
Wo der Belag einer Gegenbahn verbraucht ist, wird er erneuert und mitgeschabt, damit er zur Bahn passt.
Abnahme
Am Ende wird die Maschine als Ganzes gemessen und ausgerichtet. Die Werte gehen als Messprotokoll an Sie.

Wann lohnt es sich, eine Werkzeugmaschine zu überholen?
- Mehrere Achsen betroffen
- Rattermarken in einer Achse und Spiel in einer anderen. Eine Bahn allein erklärt das Bild nicht mehr.
- Das Maß hält nicht
- Das Maß läuft über die Tischlänge weg, und Nachstellen an Keilleiste und Spindel ändert daran nichts.
- Stillstand
- Die Maschine steht, weil sie so nicht mehr produzieren kann, und der Ersatz kostet mehr als die Arbeit an den Führungen.
Was sonst überholt wird
- Führungsbahnen überholenDie Bahn wird aufgenommen, nachgearbeitet und wieder gemessen. An Betten, Schlitten und Rundtischen.
- Schaben und NacharbeitenVon Hand, Zug für Zug. Auch an Bahnen, die weit über die Toleranz gelaufen sind.
- Ausrichten ab FundamentNach Umzug oder Neuaufstellung wieder in die Waage und in die Geometrie bringen.
- Gleitbelag am Schlitten erneuernNeuer Belag auf die Gegenbahn, danach mitgeschabt.
- MessungsdokumentationDie Messwerte werden aufgenommen und übergeben. Sie müssen der Fläche nicht ansehen, ob die Arbeit etwas taugt.